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Laserpointer ist kein Spielzeug für Kinder

Oct 20th 2015 at 2:04 AM

Beim Spielen mit einem Laserpointer haben zwei Jugendliche in Klagenfurt Samstagabend einen Autofahrer geblendet. Dieser konnte noch rechtzeitig anhalten.

Die beiden Brüder aus Klagenfurt, 14 und 16 Jahre alt, spielten Samstagabend bei einer Bushaltestelle in Wölfnitz mit dem Laserpointer. Dabei blendeten sie wohl versehentlich einen vorbeifahrenden 21-jährigen Autofahrer aus Feldkirchen. Diesem gelang es den Wagen trotz kurzer Sehbeeinträchtigung sicher anzuhalten. Der 21-Jährige musste sich im Krankenhaus wegen eventueller Verletzungen an den Augen untersuchen lassen. Die Jugendlichen müssen mit einer Anzeige rechnen.

Gefährliches Spielzeug
Im Dezember letzten Jahres erlitt in Kärnten ein zwölfjähriger Bub beim Spielen mit einem starker laserpointer nachhaltige Augenschäden - mehr dazu in Augenverletzung durch Laserpointer. Augenärzte warnen vor dem Gebrauch der Laserpointer, weltweit nehmen die Veletzungen zu. Ein Klagenfurter Augenspezialist riet damals, bei Laserpointer auf das Gütesiegel EN 60825-1 achten. Außerdem dürfe kein Laserpointer höher als Klasse zwei eingestuft sein.

Mutter Daniela W. aus dem Aargau ist alles andere als glücklich, als sich ihr 13-jähriger Bub an einem Spielwarenstand des lokalen Klausenmarkts für fünf Franken einen  Laserzielvorrichtung kauft. Ihre Recherchen im Internet deuten darauf hin, dass das gekaufte Gerät gefährlich ist. Deshalb wendet sich die besorgte Mutter an die Unfallverhütungsstelle der Suva. Der Bescheid der Suva bestätigt ihren Verdacht: Ein solches Gerät gehört nicht in Kinderhände! Der betreffende Spielzeug-Laserpointer hat Stärkeklasse 3R von insgesamt vier Klassen (siehe Tabelle). Diese Klasse ist in der Schweiz zwar derzeit grundsätzlich noch zugelassen. Trotzdem können solche Geräte brandgefährlich sein.

Laserpointer würden von den Leuten immer wieder unterschätzt, sagt Sergio Giannini, billig laserpointer bei der Suva, gegenüber dem Konsumentenmagazin «Espresso» von Radio SRF 1. Schon eine Zehntelssekunde könne für bleibende Augenschäden reichen. «Es kann sein, dass man einen Teil seiner Sicht verliert – oder im Extremfall sogar erblindet», warnt Giannini. Mutter Daniela W. ist entsetzt. Für sie war klar: Für fünf Franken gibt es an einem Spielwarenstand ganz sicher nur ungefährlichen, billigen Ramsch. «Bei so einem Preis denkt man nicht, dass ein Laserpointer so stark sein kann», sagt die Aargauerin.

stärksten Laserpointer

Die Aargauer Polizei hat trotzdem gehandelt. Man kenne das Problem, bestätigt Ferdinand Bürgi, Chef der Regionalpolizei Lenzburg, gegenüber «Espresso». Die Regionalpolizei mache an lokalen Märkten immer wieder Kontrollgänge. Doch die fehlbaren Marktfahrer tatsächlich zu ertappen, sei sehr schwierig: «Unsere Patrouillen sind uniformiert. Die Marktfahrer wissen, dass sie etwas halb Illegales verkaufen, und verstecken die Ware vor uns», so Bürgi.
Immerhin: Als Daniela W. im nächsten Jahr am gleichen Spielzeugstand vorbeischlendert, freut sie sich. Denn dieser führt nun keine Laserpointer mehr. Doch ihre Freude währt nur kurz: «Weiter vorne stand schon der nächste Spielwarenverkäufer mit Laserpointern. Insgesamt fanden wir sogar drei Stände, die den gefährlichen Laserpointer unseres Sohnes verkauft haben!»

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